Komorbidität Modul 2: Workshop für Führungskräfte

Komorbidität Modul 2: Workshop für Führungskräfte

Vom Verstehen zum Handeln

Wahrnehmen. Ansprechen. Lotsen. Verankern.

„Sicher reagieren, bevor aus Belastung ein Ausfall wird – ein Übungsraum für Führungskräfte“

Dauer: Halbtags (3–4 Std.), Ganztags (6–7 Std.) oder als zwei aufeinander aufbauende Halbtage Zielgruppe: Führungskräfte, Team- und Abteilungsleitungen, HR-Business-Partner, BGM-Verantwortliche, Betriebsrat

Inhalte:

  • Wie man Frühzeichen von Belastung, problematischem Konsum und Komorbidität wahrnimmt – ohne zu diagnostizieren.
  • Wie ein schwieriges Gespräch gelingt: Einstieg, Haltung, Grenzen, und was man besser nicht sagt.
  • Wie man professionell an interne und externe Hilfswege lotst, ohne selbst therapeutisch zu werden.
  • Wie aus einem einzelnen Gespräch verlässliche Struktur und Kultur wird.
  • Warum gelebte Erfahrung die Übungen realistischer macht als jedes Rollenspiel aus dem Lehrbuch.

Ziel: Handlungssicherheit, Gesprächssicherheit, Klarheit über Hilfswege

Ein Workshop, der Führungskräften nicht mehr Wissen über Krankheit gibt, sondern mehr Sicherheit im Umgang mit Menschen – genau in dem Moment, in dem es schwierig wird.

Kurzbeschreibung

Worum es in diesem Workshop geht

Nach dem Impuls kommt die Praxis. Viele Führungskräfte verstehen inzwischen, dass Sucht und psychische Belastung zusammengehören – aber im entscheidenden Moment fehlt die Sicherheit: Spreche ich das an? Wie fange ich an? Was, wenn ich es falsch mache? Wohin verweise ich?

Modul 2 öffnet genau dafür einen geschützten Übungsraum. Er baut auf der Keynote „Funktionieren ist kein Gesundheitsnachweis“ auf, ist aber auch eigenständig buchbar. Statt zu erklären, wird hier eingeübt – an realistischen Situationen, mit konkreter Sprache, in der Sicherheit einer Gruppe, die dasselbe Ziel hat.

Der besondere Mehrwert liegt darin, dass die Übungen nicht aus der Theorie kommen, sondern aus der gelebten Realität beider Seiten: der der Führungskraft, die ansprechen soll, und der des Menschen, der angesprochen wird.

Der besondere Mehrwert liegt in der Verbindung aus fachlicher Fundierung, gelebter Realität, unternehmerischem Verständnis und professioneller Übersetzung zwischen Organisation und Lebenswelt.

Kernbotschaft

Die zentrale Botschaft

Sicherheit entsteht nicht durch mehr Wissen, sondern durch Übung.

Eine Führungskraft muss keine Diagnose stellen können. Sie muss einen Menschen ansprechen können, ohne ihn zu beschämen, ohne zu überfordern und ohne selbst die Verantwortung zu übernehmen, die nicht ihre ist.

Das ist erlernbar. Nicht als Technik, sondern als Haltung mit klaren Werkzeugen.

Warum das Thema Unternehmen betrifft

Warum Handlungssicherheit den Unterschied macht

Der teuerste Moment ist nicht der, in dem eine Belastung sichtbar wird. Es ist der davor – wenn eine Führungskraft etwas bemerkt, aber nicht handelt, weil ihr die Sicherheit fehlt.

Aus Unsicherheit entsteht Wegsehen. Aus Wegsehen entsteht Eskalation. Und aus Eskalation entstehen Ausfälle, Konflikte und Vertrauensverluste, die weit teurer sind als ein rechtzeitiges Gespräch.

Genau hier setzt Modul 2 an: Es verwandelt diffuse Sorge in konkrete Handlungsfähigkeit.

Inhalte / Agenda

1. Wahrnehmen – sehen, ohne zu deuten

Wie unterscheidet man Beobachtung von Bewertung? Welche Veränderungen sind Anlass für Aufmerksamkeit – Rückzug, Gereiztheit, Überfunktionieren, Fehlerhäufung – und welche Fallen der vorschnellen Interpretation gilt es zu vermeiden? Die Teilnehmenden schärfen den Blick für frühe Signale, ohne in Küchenpsychologie zu verfallen.

2. Ansprechen – das schwierige Gespräch führen

Der Kern des Workshops. Wie beginnt man ein Gespräch, das niemand gern beginnt? Welche Haltung trägt, welcher Satz öffnet, welcher verschließt? Die Teilnehmenden üben an realistischen Situationen den Einstieg, das Benennen von Beobachtetem, das Setzen von Grenzen – und das Aushalten von Reaktionen, mit denen man nicht gerechnet hat.

3. Lotsen – Verantwortung übergeben, ohne sie abzugeben

Eine Führungskraft ist Brücke, nicht Behandler. Wie kennt und nutzt man interne und externe Hilfswege? Wie übergibt man einen Menschen an geeignete Unterstützung, ohne ihn abzuschieben und ohne selbst therapeutisch zu werden? Die Teilnehmenden lernen, die eigene Rolle klar zu halten.

4. Verankern – aus dem Einzelfall Struktur machen

Ein gelungenes Gespräch ist gut. Eine Kultur, in der solche Gespräche selbstverständlich möglich sind, ist besser. Wie werden aus einzelnen Erfahrungen verlässliche Abläufe, gemeinsame Sprache und eine Haltung, die Prävention trägt? Der Abschluss richtet den Blick vom einzelnen Menschen auf das System.

5. Erfahrungsexpertise als Resonanzraum

Anders als in klassischen Führungstrainings kommt hier die Perspektive der anderen Seite hinzu: Wie fühlt sich das Angesprochenwerden an? Warum verschließen sich Menschen, warum öffnen sie sich? Diese Übersetzung macht die Übungen realistisch – und die Sicherheit, die daraus entsteht, echt.

Für wen geeignet?

Geeignet für

Dieser Workshop eignet sich für alle, die im Arbeitsalltag Verantwortung für Menschen tragen und im entscheidenden Moment handlungsfähig sein wollen.

Besonders geeignet für:

Führungskräfte und Teamleitungen als praktischer Übungsraum für Wahrnehmung, Gesprächssicherheit und Lotsenkompetenz.

HR-Business-Partner und Personalentwicklung als Vertiefung nach einem Impuls und als Baustein wirksamer Führungskräfteentwicklung.

BGM-Verantwortliche als Brücke zwischen vorhandenen Gesundheitsangeboten und der Führungsebene, die sie zugänglich macht.

Betriebsrat und Personalrat als Beitrag zu fairen Verfahren, klarer Kommunikation und entstigmatisierendem Umgang.

Formate / Dauer

Der Workshop wird an Gruppengröße, Vorerfahrung und Anlass angepasst.

Halbtags (3–4 Stunden)

Kompakter Übungsraum mit Fokus auf Wahrnehmen und Ansprechen – die beiden Kompetenzen mit der größten unmittelbaren Wirkung.

Ganztags (6–7 Stunden)

Vollständiger Durchgang durch alle vier Kompetenzen mit vertieften Gesprächsübungen und Fallarbeit aus dem eigenen Arbeitsalltag der Teilnehmenden.

Zwei aufbauende Halbtage

Für Organisationen, die Übung und Transfer trennen möchten: erster Termin Wahrnehmen und Ansprechen, zweiter Termin Lotsen und Verankern mit Reflexion der zwischenzeitlichen Erfahrungen.

Ergebnis / Nutzen

Was Teilnehmende mitnehmen

Nach dem Workshop haben Teilnehmende nicht nur verstanden, dass sie handeln sollten – sie wissen, wie.

Sie haben ein schwieriges Gespräch mindestens einmal geübt und gemerkt, dass es machbar ist. Sie kennen die Hilfswege in ihrer Organisation und wissen, wo ihre Rolle endet. Sie tragen einen inneren Leitfaden für den nächsten realen Moment – und die Sicherheit, dass sie ihn nicht perfekt, aber verantwortungsvoll ausfüllen können.

Das Ergebnis ist kein Zertifikat und keine Therapieausbildung – sondern spürbar mehr Handlungssicherheit an genau der Stelle, an der sie im Alltag fehlt.

Besondere Perspektive

Was diesen Workshop besonders macht

Dieser Workshop verbindet fachliche Fundierung mit gelebter Realität und unternehmerischem Verständnis – und übersetzt sie in konkrete Übung.

Er ist kein Kommunikationstraining von der Stange und kein Betroffenenbericht. Er ist ein Übungsraum, in dem beide Seiten des schwierigen Gesprächs hörbar werden.

Der Ansatz lautet:

Normalisieren ohne zu bagatellisieren. Entstigmatisieren ohne Risiken kleinzureden. Handlungsfähigkeit schaffen, ohne Führungskräfte zu Therapeutinnen oder Therapeuten zu machen.

Professionelle Abgrenzung

Was der Workshop nicht leistet

Der Workshop ersetzt keine Therapie, keine Diagnostik, keine Rechtsberatung und keine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Er bereitet keine arbeitsrechtlichen Schritte vor und ersetzt kein BEM-Verfahren.

Er dient der praktischen Befähigung von Führungskräften: Wahrnehmung, Gesprächssicherheit, Lotsenkompetenz und die Verankerung einer unterstützenden Kultur.

Im Mittelpunkt stehen nicht Diagnosen, sondern Menschen, Gespräche, Verantwortung und Hilfswege.

„Meine Formate entstehen im Rahmen eines geförderten gemeinwohlorientierten Entwicklungsprozesses. Für ausgewählte Pilotpartner sind Referenzkonditionen möglich.“

EX PEER -

TISEN !

STEFAN FRIEDLEIN

Kampenwandstr. 26

85586 Poing

info@friedlein.com

0162 / 755 35 20

© Stefan Friedlein| Powered by WordPress