Der Workshop eignet sich besonders für Klassen, in denen Cannabis als Thema bereits präsent ist – durch Fragen, Medien, Legalisierungsdebatten, Gruppendruck oder erste Konsumerfahrungen im Umfeld. Er ist aber ebenso sinnvoll, bevor Konsum in einer Klasse offen sichtbar wird.
Jugendliche brauchen Räume, in denen sie ehrlich sprechen können, ohne sich bloßgestellt oder moralisch abgeurteilt zu fühlen. Gleichzeitig darf Prävention Risiken nicht verharmlosen.
Mein Leitsatz lautet deshalb: Normalisieren ohne zu bagatellisieren.
Das bedeutet: Fragen, Unsicherheiten, Neugier, Widerspruch und auch bereits vorhandene Erfahrungen dürfen im Raum sein. Aber sie werden nicht gefeiert, nicht ausgeschlachtet und nicht bagatellisiert. Offenheit wird geschützt. Risiken werden klar benannt.
Cannabis Qou Vadis? vermittelt klar: Je später Jugendliche mit Cannabis in Kontakt kommen, desto besser. Gleichzeitig steht vor den Schüler*innen jemand, der früher selbst Cannabis und Alkohol konsumiert hat – und heute stabil, klar und leistungsfähig vor ihnen steht.
Auf den ersten Blick kann das wie ein Widerspruch wirken. Genau darin liegt ein wichtiger Präventionsmoment. Denn ich kann glaubwürdig erklären, was man von außen oft lange nicht sieht: innere Verschiebungen, Gewöhnung, Selbsttäuschung, psychische Belastung, Risikomuster und die Fähigkeit, nach außen weiter zu funktionieren.
Meine Geschichte widerspricht der Prävention nicht. Sie macht sichtbar, warum Prävention früher ansetzen muss.
In meinen Workshops werden Schüler*innen nicht nur informiert, sondern aktiv einbezogen. Sie dürfen Einschätzungen geben, Widerspruch anmelden, Beispiele einordnen und am Ende reflektieren, was für nachfolgende Klassen hilfreich, unklar oder anders wünschenswert wäre.
Für kurze Momente werden sie zu Berater*innen der Prävention. Das stärkt Beteiligung, Aufmerksamkeit und Verantwortungsgefühl – ohne persönliche Geständnisse einzufordern.
Gerade weil externe Moderation manchmal mehr Offenheit ermöglicht als normaler Unterricht, braucht sie einen klaren Rahmen. In meinen Workshops werden keine persönlichen Konsumdetails abgefragt, keine Geständnisrunden erzeugt und keine Schüler*innen bloßgestellt.
Persönliche Aussagen werden gewürdigt, aber nicht ausgeforscht. Der Fokus bleibt auf Risikokompetenz, Reflexion und Orientierung.
Stattdessen: Einordnung, Reflexion und Schutz.
In meinen Workshops werden Schüler*innen nicht nur informiert, sondern aktiv einbezogen. Sie dürfen Einschätzungen geben, Widerspruch anmelden, Beispiele einordnen und am Ende reflektieren, was für nachfolgende Klassen hilfreich, unklar oder anders wünschenswert wäre.
Für kurze Momente werden sie zu Berater*innen der Prävention. Das stärkt Beteiligung, Aufmerksamkeit und Verantwortungsgefühl – ohne persönliche Geständnisse einzufordern.
Der Workshop wird vorab kurz mit der Schule abgestimmt. Dabei werden Klasse, Alter, Rahmen, besondere Hinweise und organisatorische Fragen geklärt. Die Durchführung erfolgt interaktiv, dialogisch und mit klarer Moderationsstruktur. Am Ende steht eine kurze Reflexion: Was wurde verstanden? Was war überraschend? Was würden Schüler*innen für nachfolgende Klassen anders oder zusätzlich empfehlen?
Externe Prävention kann Räume öffnen, die im normalen Unterricht schwerer entstehen. Schüler*innen erleben die Situation nicht als Leistungsbewertung, Unterrichtsgespräch oder schulische Kontrolle. Dadurch entstehen häufig ehrlichere Fragen, realistischere Einschätzungen und mehr Bereitschaft zur Reflexion.
Lehrkräfte bleiben wichtige Bezugspersonen. Die externe Moderation ergänzt ihre Arbeit – sie ersetzt sie nicht.
„Als Externer mit eigener Geschichte hat er klare Vorteile bei der Vermittlung der Themen. Dadurch ist die Moderation und der Dialog authentisch, ohne die professionelle Distanz zu übertreten. So erreicht er mit den Cannabis Quo Vadis Workshops die SchülerInnen auf Augenhöhe.“
— Lehrkraft, Gymnasium Markt Schwaben
Weitere CQV-Workshops wurden unter anderem an Schulen im Landkreis Ebersberg durchgeführt. Die Rückmeldungen von Lehrkräften und Schüler*innen waren wiederholt sehr positiv.
Schulen erhalten ein strukturiertes Präventionsformat mit externer Moderation, klarer Haltung und hoher Sensibilität für Gruppendynamik, Scham, Risikoverharmlosung und psychische Belastungen.
„Heimat“ des Cannabis Quo Vadis? Workshops. Link…
Informationen zu Cannabis Quo Vadis, Schulungen und Einsatzrahmen vom Bayerischen ZPG. Link…
Antrag auf Auszahlung (Förderung) einer Aufwandsentschädigung zur Durchführung von qualitätsgesicherten Angeboten der Cannabisprävention an Schulen. Damit die Workshops für Schulen kostenlos durchgeführt werden können. Download (ZPG)